Ungewollt kinderlose Paare in Nordrhein-Westfalen finanziell unterstützen

Die Bundesinitiative "Hilfe und Unterstützung bei ungewollter Kinderlosigkeit" unterstützt Paare bei der Erfüllung ihres Kinderwunsches. Als neuntes Bundesland ist Nordrhein-Westfalen der Initiative beigetreten.

18.09.2019 - Nordrhein-Westfalen ist als neuntes Bundesland der Bundesinitiative "Hilfe und Unterstützung bei ungewollter Kinderlosigkeit" des Bundesfamilienministeriums beigetreten. In Berlin unterzeichnete Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey am 18. September die entsprechende Kooperationsvereinbarung.

Dr. Franziska Giffey:

"Ich freue mich sehr, dass wir künftig auch ungewollt kinderlose Paare in Nordrhein-Westfalen bei den Behandlungskosten entlasten können. Paare, die für die Erfüllung ihres Kinderwunsches auf medizinische Hilfe angewiesen sind, müssen viele körperliche und emotionale Herausforderungen meistern. Sie sollen deshalb nicht noch zusätzlich die hohen Kosten für die Kinderwunschbehandlungen alleine schultern. Jedes Paar, das Kinder will und auf natürlichem Wege keine bekommen kann, soll bei der Kinderwunschbehandlung vom Staat unterstützt werden. Ich wünsche mir, dass sich noch mehr Länder unserer Initiative anschließen, damit alle betroffenen Paare in Deutschland von den Kostenzuschüssen profitieren können."

In Deutschland haben mehr als ein Drittel der Menschen zwischen 25 und 59 Jahren einen unerfüllten Kinderwunsch. Nahezu jedes zehnte Paar ist auf reproduktionsmedizinische Unterstützung angewiesen, um Nachwuchs zu bekommen.

Förderung in Nordrhein-Westfalen

Der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen gewähren heterosexuellen Paaren, die sich zur Erfüllung ihres Kinderwunsches einer Behandlung nach Art der In-vitro-Fertilisation (IVF) und Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) unterziehen müssen, ab sofort im ersten bis vierten Behandlungszyklus einen Behandlungskostenzuschuss. Dieser umfasst bis zu 50 Prozent des verbleibenden Eigenanteils nach Abrechnung mit den Krankenkassen beziehungsweise den Beihilfestellen.

Weitere Informationen zur Förderung in Nordrhein-Westfalen und zu den Voraussetzungen finden sich auf der Webseite der Bezirksregierung Münster. Dort gibt es auch die Anträge.

Neben Nordrhein-Westfalen beteiligen sich bereits die Bundesländer Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Hessen und Brandenburg an der Bundesinitiative.

Informationsportal Kinderwunsch

Bund und Länder stellen die finanziellen Mittel gemeinsam bereit. Je nach Bundesland variieren die Bedingungen und die Höhe der finanziellen Hilfen. Auf der Website "Informationsportal Kinderwunsch" können Paare schnell und unkompliziert herausfinden, ob sie eine zusätzliche finanzielle Unterstützung in ihrem Bundesland nutzen können.

 

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